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19.11.2025 foll bunt gibt queerer Community eine Stimme
Am 18.11.2025 wurde in den Räumen der Aidshilfe Fulda der Verein „foll bunt“gegründet. 19 Ehrenamtliche legten in einer zweistündigen Gründungsversammlung denGrundstein für die Eintragung des neuen Trägervereins.„Nachdem der CSD Fulda im letzten Jahr nach Wegfall des früheren Trägers von derAidshilfe Fulda aufgefangen wurde, war klar, dass es eine eigene Struktur braucht“, so Susanne Maul, Geschäftsführerin der Aidshilfe Fulda.
In den vergangenen Wochen erarbeiteten Mitglieder der LSBTIQ*-Community undVerbündete ein Konzept, das dem CSD Fulda ein dauerhaftes organisatorischesZuhause geben soll. Darüber hinaus will der neue Verein die queere Community in Stadtund Landkreis stärken, Netzwerke ausbauen und die Akzeptanz und Förderung queerenLebens in der Region ausbauen.„Der Verein ‚foll bunt‘ soll nicht nur den CSD organisieren. Wir wollen Angebotescha_en, die queeren Menschen im Landkreis das Gefühl geben, willkommen undzuhause zu sein. Unser Ziel ist es, die Community zu stärken, mit Vorurteilen in derBevölkerung aufzuräumen und die kulturelle Landschaft in Fulda zu erweitern. InStädten vergleichbarer Größe gibt es längst queere Bars, Zentren oder Beratungsstellen.Hier muss Fulda aufholen“, betont Niklas Schmitt, Mitglied des neuen Vorstandes.Während es in anderen Regionen Hessens mehrere queere Vereine und Strukturen gibt,fehlte in Fulda bislang ein Verein als sichtbare Organisationsstruktur – Initiativen wie die„Queere Stunde“ laufen so bis jetzt ohne Rechtsform. Mit „foll bunt“ möchten die 19Gründungsmitglieder diesem Bedarf begegnen und dem „queeren Osten“ Hessensmehr Sichtbarkeit verleihen. Der fünfköpfige Vorstand – Fabian Hülsemann, Johnathan Jiptner, Toni, Niklas Schmitt und Dr.*in Robin Richter – erhielt das Vertrauen, den Aufbaudes Vereins voranzutreiben.
Emily Charlotte Rödel, Initiatorin des CSD Fulda 2022, ordnete die Gründung ein: „Als ich 2022 mit zwei Freunden den CSD nach Fulda holen wollte, hätte ich nie gedacht,dass wir drei Jahre später einen eigenen Verein gründen würden. Es ist surreal, Teil einerGruppe zu sein, die queere Geschichte in Fulda schreibt. Die Stadt braucht queereVorbilder, eine Stimme und Räume, in denen queere Menschen sich vernetzen undankommen können, aber auch Austausch mit der restlichen Zivilgesellschaft stattfindet.Mit unserem Vorstand haben wir ein Team, das nicht besser gewählt sein könnte. Mit derGründung wollen wir deutlich machen: queere Menschen haben auch in Osthesseneinen Bedarf nach Solidarität, Unterstützung und Anerkennung. Damit haben queereAngebote und deren Unterstützung durch Stadt und Landkreis eine sehr hoheBedeutung, die wir mit dem Verein klar und deutlich nach außen tragen wollen.“Mit der Vereinsgründung startet zugleich die Vorbereitung auf die Pride-Saison 2026. DiePlanung des CSD Fulda 2026 hat bereits begonnen.
